5 Rituale aus fernen Ländern – und wie wir sie in deine freie Trauung integrieren könnten
- greinernati
- 1. Juni 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 5. Juni 2025

Bei einer freien Trauung können wir den Ablauf der Zeremonie selbst gestalten. Wir können kreativ sein, klassiche oder moderne Rituale verwenden, diese umgestalten oder ganz neue Rituale erfinden.
Hier sind fünf Beispiele für außergewöhnliche Hochzeitsrituale aus fernen Ländern, die inspirieren können – inklusive Ideen, wie wir sie modern und individuell in eure Zeremonie einfließen lassen könnt.
Ayahuasca Ritual - Brasilien
Indigene Gruppen im Amazonasgebiet in Südamerika nutzen Ayahuasca, ein halluzigener Trank, um mit der Natur eins zu werden..
Bei Hochzeiten wird das Ritual außerdem verwendet, sich nicht nur mit der Umwelt, sondern auch mit seinem Partner zu verbinden.
So verschmelzen Natur und Brautpaar zu einer Einheit – alles fügt sich auf wunderbare Weise. Ein gutes Omen für die gemeinsame Zukunft.
So lässt sich das Ritual an eine Trauung in Deutschland anpassen:
Anstelle des halluzinogenen Ayahuasca wird eine Teemischung aus heimischen Kräutern verwendet – vielleicht sogar selbst im Wald gesammelt oder im eigenen Garten angebaut? So kann auch hier die Verbindung von Mann, Frau und Heimat auf liebevolle Weise zelebriert werden.
Für wen ist das Ritual geeignet?
Für Paare, die sich mit der Natur verbunden fühlen und für die Heimat mehr ist als nur ein Ort – ein Teil ihrer gemeinsamen Geschichte.

Teeritual bei einer freien Trauung
Inukshuk - Steinritual der Inuits
Inuits, die Ureinwohner von Grönland, Alaska und Kanada, errichteten bei Hochzeiten Figuren aus Stein, die Inukshuk.
Sie wurden zu vielen traditionellen und feierlichen Anlässen errichtet und dienten als Wegweißer und Schutzsymbole und Zeichen des Zusammenhaltes.
So lässt sich das Ritual an eine Trauung in Deutschland anpassen:
Es gibt viele Möglichkeiten: Entweder bringt jeder Gast einen Stein von zu Hause mit – das kann man bereits in die Einladung schreiben – oder jeder Gast erhält vor Ort einen Stein, auf den er einen persönlichen Wunsch schreibt. Das Brautpaar nimmt die Steine anschließend mit und bewahrt sie entweder dekorativ in einer schönen Schale auf, pflanzt sie im Garten ein oder baut daraus einen eigenen Inuksuk als Glücksbringer.
Für wen ist das Ritual geeignet?
Für Paare, die das Besondere lieben, gerne reisen oder einen persönlichen Bezug zu nördlichen Ländern haben. Es ist auch ideal für alle, die eine schöne, dekorative Erinnerung an ihre Trauung mit nach Hause nehmen möchten.

Inukshuk Glücksbringer Statuen am Wegesrand 3. Hongi-Ritual der Maori
Die Maori sind die Ureinwohner von Neuseeland. Beim traditionellen Hongi berühren sich zwei Menschen mit Stirn und Nase. Während sie sich dabei in die Augen schauen, atmen sie gemeinsam den "Atem des Lebens".
Das Hongi wird oft bei wichtigen Anlässen, Zeremonien oder als Willkommensgeste praktiziert und drückt eine tiefe gegenseitige Anerkennung und Verbindung aus.
So lässt sich das Ritual an eine Trauung in Deutschland anpassen:
Wir könnten die Gäste zum Beispiel vor dem Auszug bitten, sich zu einem Spalier aufzustellen. Während sie diese Aufgabe übernehmen, entsteht ein Moment, in dem das Brautpaar nicht die volle Aufmerksamkeit hat.
Genau in diesem Augenblick wäre ein geeigneter Moment für das Hongi-Ritual, sodass das Brautpaar unmittelbar nach der Trauung einen intimen Moment der Zweisamkeit erleben kann.
Für wen ist das Ritual geeignet?
Für alle, die sich als Teil der Zeremonie einen Moment der Zweisamkeit wünschen. Und natürlich für Neuseeland Fans :-)

Ein besonderer Moment der Achtsamkeit
Das Butterlampen-Ritual aus Tibet
In tibetischen Traditionen werden Butterlampen - kleine Lampen, die mit Butter oder Öl gefüllt sind - entzündet, um Licht, Klarheit und segen für das Brautpaar zu erhalten. Das Licht soll Dunkelheit vertreiben und Schutz bieten.
So lässt sich das Ritual an eine Trauung in Deutschland anpassen:
Das Paar entzündet gemeinsam zwei kleine Öllampen oder Laternen, begleitet von guten Wünschen oder einem Segen. Die Lampen sind später zu Hause nicht nur dekorativ, sie sind eine schöne Erinnerung an die Trauung und erinnern an das gegenseitige Versprechen, füreinander da zu sein.
Für wen ist das Ritual geeignet?
Für jeden, der Lust auf ein besonderes Ritual hat und zu Hause eine schöne, dekorative Erinnerung an die Trauung haben möchte.

Dekorative, kleine Öllampen als Teil der Zeremonie 5. Deckenritual der Cherokee
Nach dem Segen durch den Stammesoberhaupt wird das Paar in eine gemeinsame Decke gehüllt, als Symbol der Vereinigung und des Schutzes.
So lässt sich das Ritual an eine Trauung in Deutschland anpassen:
Eltern, Geschwister oder die Traurednerin legen dem Paar eine symbolische Decke um. Die Decke bleibt – als Erinnerungsstück an diesen Schritt ins gemeinsame Leben.
Für wen ist das Ritual geeignet?
Für alle, die sich ein außergewöhnliches Ritual wünschen und sich über eine schöne, persönliche Erinnerung freuen, die sie auch nach der Trauung zu Hause dekorativ aufbewahren können – und für Paare, die gerne reisen, nicht nur in die USA.

Das Paar wird in eine gemeinsame Decke gehüllt


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